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  • Minmalinvasive Implantate in der Zahnarztpraxis Dr. Wunderlich, München

Was Zähne mit Fußball gemeinsam haben

32 Zähne sind beim Mensch von Natur aus angelegt. Irgendwann werden die sogenannten Weisheitszähne gezogen. Meist, weil sie quer stehen und im Kiefer für Platzprobleme sorgen.

Bleiben also noch 28 Zähne übrig.

Und da fragt sich der Eine oder Andere bestimmt, ob es denn so schlimm wäre, wenn einer oder zwei oder gleich mehrere Zähne fehlten.

Kommt es wirklich darauf an, ein vollständiges Gebiss zu haben? Auch dort, wo man gar nicht so genau hinschauen kann? Ganz hinten im Unterkiefer, zum Beispiel?

Und was ist schon dran, wenn im Oberkiefer weit hinten eine Lücke klafft? Dann lache ich eben nicht so herzhaft. Und gut is‘.

Jeder Zahn braucht einen anderen

„Nein, nichts ist gut“, antwortet jeder Zahnarzt mit Entschiedenheit. Denn ein vollständiges Gebiss ist eine von der Natur sinnvoll angelegte Konstruktion.

Zum einen hat jeder Zahn seinen Gegenspieler im gegenüberliegenden Kiefer. Also der linke untere erste Backenzahn hat seinen Antagonisten im linken Oberkiefer, dort ebenfalls der erste Backenzahn. Wie im Fußball. Wir Zahnärzte sagen dazu tatsächlich auch Gegenspieler.

Und jetzt stellen Sie sich einmal vor, Mats Hummels hätte keinen Gegenspieler. Im ersten Moment geradezu toll, seine Chancen, ein Tor zu erzielen würden deutlich steigen.

Aber für die Qualität des Spiels wäre es eine Katastrophe. Zu berechenbar, zu wenig Spannung. Und die übrigen Mitspieler würden ihre Aufgaben auf dem Spielfeld unter diesen veränderten Bedingungen zumindest sehr ungewöhnlich finden. Wenn ihnen nicht sogar gravierende Fehler unterlaufen würden.

Denn ein ordentliches Fußballspiel hat nun mal 22 Spieler und nicht 21.

Übertragen auf den Zahn heißt das, dass der fehlende Zahn bei seinem Gegenspieler Irritationen hervorruft. Diesem fehlt sein Gegenbiss, seine Gegenkraft. Funktionsstörungen sind vorprogrammiert.

Wenn Zähne ein Eigenleben führen

Fehlen gleich mehrere Zähne, sind die Auswirkungen noch markanter. Um beim Fußball zu bleiben, stellen Sie sich bitte vor, dass nicht nur Mats Hummels keinen Gegenspieler hätte, auch Toni Kroos und Mario Gomez spielten einfach so vor sich hin. Ohne, dass sie ihren Gegenspieler immer direkt neben sich hätten. Ohne, dass ihnen jemand die Grenzen zeigt.

Wir hören schon das kollektive Stöhnen der Fußballbegeisterten.

Keine Spannung, keine Ordnung, keine Spielsystematik ist mehr möglich. Statt 22 nur noch 18 Mann, wer ist wo? Auf wen achten die anderen Spieler? Wissen sie überhaupt noch, was sie spielen sollen?

Und genau das passiert auch bei Zähnen. Fehlen einer oder gleich mehrere Zähne, machen die anderen, was sie wollen. Ihre Ausrichtung ändert sich, denn links oder rechts oder oben fehlt der entsprechende Halt.

Sie wachsen schräg nach vorne, oder legen sich zur Seite. Die gesamte Kieferordnung fällt auseinander. Es gibt kein funktionierendes Kausystem mehr.

Schmerzen, Kiefergelenksprobleme, Parodontitis und Zahnwurzelprobleme sind vorprogrammiert.

Ein fehlender Zahn sollte schnellstens durch ein Implantat ersetzt werden

Als Zahnarzt möchte ich das natürlich vermeiden und deshalb empfehlen wir in unserer Praxis, verlorene Zähne so schnell wie möglich zu ersetzen.

Idealerweise durch ein Implantat, das möglichst sofort nach dem Entfernen eines oder mehrerer Zähne eingesetzt wird.

Hierzu verwenden wir ein spezielles Verfahren, genannt MIMI(R)-Technik. Mit dieser minimalinvasiven Methode können wir Implantate bereits kurz nach dem Entfernen des Zahnes setzen und verhindern so eine Veränderung des Kieferknochens und der benachbarten Zähne.

Im Gegensatz zu der früher noch vorherrschenden Meinung weiß man durch mittlerweile 25-jährige Erfahrung, dass Knochen und Gewebe möglichst sofort belastet werden sollen. Eben um Veränderungen in Knochenaufbau zu vermeiden. Wir Mediziner nennen das „Knochentraining“.

Aus anderen Bereichen der Medizin ist das schon lange bekannt, zum Beispiel in der Hüft- und Kniegelenkschirurgie. Auch dort werden die Knochen mit den Implantaten sehr schnell wieder belastet, um negative Veränderungen am Knochenaufbau zu vermeiden.

Lassen Sie sich von uns beraten, wenn Ihnen die Entfernung eines oder gleich mehrerer Zähne bevorsteht. Und riskieren Sie nicht die funktionalen und physiologischen negativen Auswirkungen, die langandauernder Zahnverlust verursacht.

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BILDNACHWEISS: pixabay-football-511481-jefferssoassilva

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